Methusalems aus Kamerun

Ach, was für ein schönes Märzenwetter! Ganz spontan beschließen mein Mann und ich einen Ausflug ins „Auenland“, nach Kamerun in den Elbtalauen.

Hier ist die Landschaft so schön und die weitläufigen Uferweiden mit solitären Bäumen bestanden.

Auch einige wenige Baumgruppen und kurze Reihen von Kopfweiden unterbrechen diese, dem Auge wohltuende Landschaft.

Die Kopfweiden mit ihren urigen Stämmen, hohl oder mit ausdrucksstarker Rinde liebe ich besonders.

Sie haben besonders weiches und brüchiges Holz. Daher wurden sie kurz gehalten, so konnten sie bei Windbruch keinen großen Schaden anrichten. Aber eigentlich hat man sie „geköpft“ um so möglichst viele schlanke, elastische Austriebe zum Herstellen von Weidenkörben und anderem Geflecht ernten zu können.

Einige Baumskelette stehen am Rand der Teiche und Gräben, die sich durch die Wiesen ziehen.

Ein kalter Wind weht und ich bin froh, meine dicke Jacke angezogen zu haben. Leider sind meine Handschuhe zu Hause geblieben, ich habe sie erst vor zwei Tagen aus den Jackentaschen genommen.

Mein Mann lacht über meine frostrote Nase und meinen verfrorenen Ausdruck im Gesicht.

Im Moment ist der Wasserspiegel hoch und wir müssen vorsichtig durch die Wiesen spazieren. Unsere Schuhe  sind nicht zum Durchwaten der flachen Seen geeignet. An einigen Stellen spüren wir den feuchten Untergrund, der an unseren Schuhen saugt.

Erst gegen Sonnenuntergang sind wir zurück an unserem Auto.

 

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